CHECK OUT THUS IMPORTANT VIDEO ABOUT ROGERS LACAZE’S CASE IF YOU HAVEN’T AS OF YET:
follow this link (it takes you to a full screen Google Video)

Ein weiterer Fall in dem wir auf tragischste Weise sehen müssen, dass das polizeiliche System zusammen mit dem legalen Arm und der gesetzlichen Bürokratie des judicial system in den USA sich leisten kann Fälle zu produzieren in denen:

1. ’schwarz-idenitfizierte’ Menschen grundlegender Bürgerrechte beraubt werden, und

2. die Todestrafe dazu eingesetzt werden kann, den Menschen die in die Mühlen dieses Systems in solch eine Betroffenheitsposition geraten, die Chancen auf eine Richtigstellung ihres falsch behandelten Falles gänzlich zu vereiteln.

Der Videobeitrag über Rogers Lacaze’s Fall, den man über diesen Link (Google Videos) einsehen kann ist recht umfassend. Er enhält ein wichtiges Interview mit Rogers über den Tathergang und die Behandlung des Falles durch die Polizei, die Medien und das Gericht.

http://www.rogerslacaze.com

http://www.myspace.com/innocentondeathrow

Das Land, das den Grundstein zur modernen Demokratie gelegt hat, ist auch das Land an dem das moderne Demokratieverständnis scheitert. Demokratisches Denken scheitert in den USA an dem systemischen Rassismus, der in den Rechtmissständen seinen Ausdruck findet, die gegenüber ’schwarz-identifizierten’ Bürgern fortlaufend von der US amerikanischen weißen Mehrheit als eine Normalität hingenommen werden. Und dies hat sich unter der gegenwärtigen Administration auch noch nicht geändert. Wer regt den öffentlichen Diskurs an, und wer schafft praktische Lösungen, die den Betroffenen genau jetzt helfen?

Wie kommt es dazu, dass so wie die Dinge zur Zeit stehen viele POC eher wenig Eingang in die Tierrechts-“Bewegung“ finden können, wollen oder überhaupt sollten. Jeder Mensch kann seine eigene kritische Herangehensweise an das Thema Mensch-Tier Beziehung finden … .

Should People of Color Support Animal Rights? Angela P. Harris http://bit.ly/1sBOLl , pdf download http://bit.ly/7E6i8 #animalrights

Ein interessanter Text der sich nicht nur unter der Einbeziehung einer Perspektive auf das Thema konzentriert. Besonders gut ist der Ansatz, dass das Thema Tierrechte nicht weniger wichtig ist als „der eigene Belang“, die eigenen Probleme sprich: Menschenrechte. Und das, weil die Ursachen von Unterdrückung und Gewalt gleicher Herkunft sind. Auch wird in dem Artikel betont, dass die heute prävalierende Konzeption über „Natur“ eher „weißen“ Epistomologien entspicht.

1. Siding with the concerns of the „intersectional minorities“ seems to be seen as useless, from the point of view of an „established“ position a person in society can hold.

2. The smallest and the most vulnerable unit of a minority is the single self.

3. Rethinking the shared construct of reality on owns own terms is an unpopular deed.


(Echte ‘Intersektion’ lässt sich finden in der Rebellion des Menschen gegen all das, das die ‘essentielle Unfreiheit’ von Allem zu begründen sucht.)

Was manche Leute nicht verstehen, ist, dass genau die Tierrechtsbewegung die Bewegung war, die durch die „Anti-Oppresions“ Bewegungen der 80er Jahre ins Leben kam. Es gab Tierrechte und Tierschutz schon vorher, aber eigentlich haben Tierrechte erst in der Punk-Bewegung der 80er Jahre ihren sinnvollen und nachdrücklichen Ausdruck erhalten, und zwar als eine Überlegung die sich gegen alle Unterdrückungsformen richtet.

Diese Tatsache kann leicht ignoriert werden, weil Punk ein echter und damit auch als bedrohlich empfundener Rebellionsversuch war. Punk war eine Rebellion auf der individuellen Ebene (eine versuchte Anarchie oder Autonomie) im Sinne eines Erneuerungsversuches. Es war eine Rebellion gegen das kommerziell ausgerichtete Establishment und gegen den Bildungs-Elitismus als institutionalisierten Bereich der Gesellschaft, aus dem die Menschen rekrutiert, die später einmal das Sagen haben werden als Intellektuelle und Experten.

Es scheint kaum Sinn zu machen, wenn sich ein geistiges Establishment mit einem anderen geistigen Establishment zusammentut

Man kann so eine primär „weiße“ Minderheitsbewegung leicht ignorieren, denn sie passt nicht in unser Bild vom imperialistischen, kolonialistischen und rassistischen Weißen. Nichtsdestotrotz belegt der politische und der künstlerische Output der Punk-Bewegung im Großbritannien der 80er Jahre, dass Tierrechte auf ihrer Agenda ganz oben standen, und dass sie sich gleichermaßen gegen alle Unterdrückungmechanismen versucht haben zu wehren. Ich denke da an Bands wie die Icons of Filth, Rudimentary Peni, Flux of Pink Indians, Conflict.

Es scheint kaum Sinn zu machen, wenn sich ein geistiges Establishment mit einem anderen geistigen Establishment zusammentut, da so viel gesellschaftliche Macht den Einzelnen und die Vielheit erdrückt. So ein Zusammneschluss entsteht aber sozial übergreifend aber wenn etablierte POC und Weiße sich darüber einig werden, dass man sowohl gruppenübergreifende Minderheitsbelange gesellschaftlich abtun kann, als auch die Tierfrage, die ja ethisch sowieso auslagerbar ist, als irrelevant zur Seite schieben kann mit der Begründung, dass entweder Tierrechte nur die Spinnereien von den echt Priviligierten und mittelstandsdegenerierten „Weißen“ seien, oder dass Tierrechte bloß die Reparation eines erschütterten Lebenssinnes bilden könnten.

Noch weitaus mehr zu bedauern als die Ignoranz derer, die Tierrechte sowieso ablehnen ist gegenwärtig aber, dass auch die Verteidiger aus dem, was Umwelt und Tierrechte anbelangt konsensfähigen Minderheits-Hintergrund die Tierfrage nicht so primär behandeln, dass man sagen könnte sie hätten das Problem im Griff.

Es reicht nicht die Tierfrage als Analogproblem zu behandeln, wenn Menschen- und Tierrechte sich politisch anders implementieren und implementieren müssen. Das meine ich vom Idealzustand her betrachtet, denn was die Tierfrage anbetrifft wird politisch noch gar nichts wesentliches implementiert, geschweige den vorgedacht denn, was bedeutet eigentlich „IN THEIR OWN RIGHTS“ in seiner vollen Tragweite. („THEIR OWN RIGHTS“ bezogen auf die Tierfrage ist gedanklich gewiss nicht einfach als ein „artgerechtes“ Leben, dass vom Menschen vor-definiert wird gedanklich übersetzbar.)

Es reicht von anderer Seite her betrachtet nicht, die Tierfrage biologisch / biologistisch zu lösen, wie wir im Falle des Streits über die Speziesfrage : „der Mensch ist ein Tier“ beobachten könnnen. Menschen sind mehr als ein biologically explainable compound of organic matter, darüber sind sich alle klar. Aber Tiere sind eben auch mehr als instinktiv handelnde Wesen und es bedarf einer neuen Herangehensweise sowohl an sie, die Tierwelt, als auch an die Natur im Allgemeinen. Ich glaube man kann das aber erst verstehen, wenn man das ganze Konstrukt, das wir heute als Realitätsbegriff übernehmen, mal selbst durchdenkt. Sowas ist allerdings eine eher unpopuläre Tat.

MAADE MEN : SPEND IT LIKE I PRINT IT

Meine Reaktionen und Gedanken zu dem stark nach links driftenden Buch: The Vegetarian Myth von Lierre Keith ( http://www.lierrekeith.com ) . Traurig, dass die AK Press der Tierrechtsszene mit der Unterstützung solch einer Publikation mehr oder weniger in den Rücken fällt.

Für mich sieht die Sache so aus: die Welt existiert nicht einfach um dem Menschen zu nützen, sondern die Welt ist genauso wie sie für uns Heimat ist auch die Heimat für diejenigen nichtmenschlichen Tiere, die wir auf die Bezeichnung „Vieh“/“Nutzvieh“ reduzieren. Wenn, wie in solch einem Buch, der Fokussierpunkt allein auf das Interesse von Menschen gerichtet ist, fallen Interessen nichtmenschlicher Tiere unter den Tisch.

Aber Menschen können sich den ethischen Implikationen des gemeinsamen Lebens mit den anderen fühlenden Lebewesen auf dieser Welt nicht konsequenzlos entziehen. Der verengenge Fokus auf menschliches Interesse allein, ist vom moralischen und ethischen Gesichtspunkt nicht komplett wasserdicht, denn das Mensch-Tier-Kontinuum ist im Sinne der bewußten emotionalen Bezugnahme aufeinander nicht rückstandlos auf allen Ebenen zu brechen.

Wenn jemand eine völlige Ablehnung oder Negierung der Interessen nichtmenschlicher Tiere betreibt, kann man dagegen leider wenig unternehmen. Jeder kann immer wieder hervorheben, was er oder sie meint, was vermeintlich besser für uns Menschen (als Kollektiv) wäre. Fällt dies zu unginsten der nichtmenschlichen Tiere aus, kann man einwenden, dass die Frage der Tierrechte dennoch nicht von unserer ethischen Debatte ausgeschlossen werden kann.

Ich finde es liegt nicht an uns, uns (bis zum Exzess) mit einer anti-veganen Perspektive zu befassen, wie manche dass angesichts solcher Veröffentlichungen wie dem Vegetarian Myth fordern, sondern eine anti-vegane Person sollte sich mal mit den Aspekten der ethischen Hintergründe des Veganismus auseinandersetzten. Der Veganismus begründet sich aus der Auffassung, dass der Tierfrage gegenüber eine ethisch motivierete Haltung begründet ist.

Ich würde den Proponenten einer anti-veganen Haltung einleitend dieses Buch empfehlen: Taking Animals Seriously: Mental Life and Moral Status von David DeGrazia, in dem man viel über die grundlegende moralische Argumentation für und gegen Tierrechte lesen kann, hier ist eine Buchbesprechung http://www.hedweb.com/animals/degrazia.htm und hier kann man sich das Buch bei Google auszugsweise anschauen http://tinyurl.com/r3pq6h.

Warum sollte die rechnerische Funktion in den Dingen moralischer Fragen die nichtmenschliche Tiere, die Natur und die Menschen belangen, fehlerhaft „gelöst“ weden? Meiner Meinung nach endet mein ethischer Belang nicht an der Speziesbarriere.

Axel K. hat in dem Zusammenhang auch noch eine wie ich meine allgemeingütlige Perspektive festgehalten:

Wenn hier über einen „Vegetarischen Mythos“ diskutiert wird, wie der Titel des Buches es ankündigzt, was ist wenn wir einen Blick auf die Geschichte des Vegetarismus werfen?

Pythogoras betrieb eine Schule, in der die Schüler eine vegetarische Lebesnweise annehmen sollten. Könnte man davon ausgehen, dass solch ein Projekt irgendwie dazu begetragen hätte, dass der Gang der Dinge in Sachen Agrarkultur derart problematische Wege eingeschlagen hat?

Was ist mit der Geschichte des Vegetarismus in Teilen der indischen Kulturgeschichte? Führt ihre Geschichte unweigerlich zu Monsanto?

Man sollte sich die Geschichte des Vegetarimsus kompromisslos vor Augen halten und das von der Autorin gefällte Urteil, dass Vegetarismus ein naiver Mythos in der Lebenspraxis sei, kritisch überdenken http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_vegetarianism.

Die Konzepte des Veganismus / strikten Vegetarismus  können auf komplementäre Weise mit alternativen Anbauweisen zusammengehen. Eine Interessante Seite ist z.B. http://www.spiralseed.co.uk/veganperm/.

Faszinierend und inspirierend ist auch  sich anzusehen, wie die Menschen in der frühen Geschichte ihre Äcker bestellten. Man werfe einen Blick auf die Bewässerungmethoden der alten Ägypter … https://www.geology.ucdavis.edu/~cowen/~gel115/115CH17oldirrigation.html.

Es ist unrealistisch zu glauben, dass Menschen jemals ohne den Anbau von Getreide, Reis, Mais, den ‚staple crops’, von Gemüse und Früchten jemals existieren könnten.

Ich selbst kann mir keinen eigenen Garten leisten, wie soll jeder auf der Welt wie ein „Jäger und Sammler“ leben (bei mir stehen kaum 5 Bäume in der Straße) …  Realistischer ist die Vision eines zunehmenden ethischen Bewusstseins für die Umwelt, solch eine Vision wird automatisch zu neuen und anderen ökonomischen Praktiken führen. Ich würde eher ein Buch über die Zukunft des Veganismus lesen.

Mohandas Karamchand Gandhi hat einige Punkte gemacht für eine Zukunft eines Weltfriedens den wir mit Sicherheit alle anstreben sollten.

Meine Empfehlung für den nächsten sinnvoll geplanten Urlaub:

SUNFIRE CULINARY INSTITUTE
Gourmet Ethical Vegetarian Raw Food Experience

Aris LaTham, PhD
Sunfire Natural Life Retreat
Coyaba Springs, River Gardens & Falls
Shaw Park Ridge Estate, Ocho Rios, Jamaica
(876)434-6100      (876)795-0907
www.sunfiredfood.com -rawfood@sunfiredfood.com

SUNFIRED FOOD CERTIFICATION

This special course is designed for everyone (including health professionals, caterers, chefs, “health“conscious families, etc.) who want to awaken their dormant creative culinary energies and to have fun not cooking, naturally. Sunfired Food replaces the stove, oven, microwave, pots and pans with the juicer, food processor, blender and dehydrator. It utilizes plant foods exclusively, such as: fruits, vegetables, grains, flowers, nuts, herbs, spices, marine vegetation and rare/exotic edibles. Special attention will be given to the principles, concepts and techniques for living “whole” food preparation and presentation. Learn new skills and secrets for making incredibly delicious and nutritious dishes that are living artistic masterpieces which taste as good as they look. Come in and learn an invigorating new world of fresh fun with textures and colors that fully satisfies all the senses in higher levels of well-being.

COURSE OF STUDY

The Sunfired Philosophy of Living Foods
Constructing a Personal Dietary Regime
Seasonal Meal planning
The Stove-less Kitchen
Food Combining
Sprouting
Breakfast
Lunch
Dinner
Juicing for Life
Dehydrated Foods
Main Course Recipes
Salads and Dressings
Sea Vegetation Dishes
The Fine Art of Seasoning
Paradise Pies and Desserts
Raw Food Therapy Protocols
Prostate Power Meals for Men
Reproductive Meals for Women
Meals for Senior and the Infirmed
Nutritious Meals for Babies and Children
Rebuilding the Immune System with Enzyme Nutrition

Tuition for the Sunfired Food Certification is US$2100 Includes Course of Study, Accommodations & Meals
US$600 Non-refundable Reservation Deposit Required.

Man wundert sich. Aber es scheint einigen vermeintlich progressiven Tierrechtlern immer noch nicht in den Kopf gegangen zu sein, dass Charles Darwin das Leben auf ein biologisches Leben reduziert, indem es um das Überleben und die natürliche Selektion geht. Das heißt mit anderen Worten, was nichtmenschliche Tiere anbetrifft, sie leben im Sinne des evolutionären Existenzschemas nicht aus anderen, den Tier-Kulturen inhärenten Gründen. Darwin war kein insgeheimer Proponent von dem was sich später mal zu Tierrechten hätte entwickeln können. Die Tierrechtler, indem sie sich immer wieder gerne auf Darwins Thesen berufen, kommen selbst nicht zur einer tatsächlich befreienden Einsicht über Tiere und das Mensch-Tier Verhältnis.

Die Abrahamitischen Religionen und die meisten Religionen überhaupt haben dem Menschen ein trügerisches Podest über dem Fremden und den Tieren und der Natur errichtet. Weiter zurückliedend, die Wiege unserer Zivilisationen, die griechische und die römische Antike, legte den Grundstein für den homozentrischen Speziesismus.

Nun, Charles Darwin hat mit seiner naturwissenschafltichen Einsicht über das evolutionäre Seinskontinuum keinen ethischen Schritt mit einer politischen Konsequenz in Hinsicht auf das Tierreich bewältigt. Er hat lediglich die Welt des Schöpfergottes ausgetauscht mit dem prozesshaften Diktat des Kausalismus der Biologie.

Die absolute Perversion.

Die Bio-Branche schafft es, dank offensichtlicher Geschäftsgier (wie durch solch einen Publicity Stunt sichtbar wird) und mangels eigener Kritikfähigkeit, den Normalverbraucherbetrieb an ethischer Perversion zu überbieten. Wie, wer und was?

Die anthroposophisch geführte Stiftung/Firma Tegut:

Tegut beschallt Wurst mit klassischer Musik

http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC/Doc~EC58830ADA2374BAAAC55A6D1F0EBC571~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed

Ein bisschen Klassik für die Blutwurst

http://www.welt.de/wissenschaft/article2398897/Ein-bisschen-Klassik-fuer-die-Blutwurst.html

Was ist „Fleisch“ und was ist „Wurst“? Fleisch ist kein Lebensmittel, sondern „Fleisch“ ist toter Körper. Die Anrthroposophen, die das halbe Universum zu verseelen versuchen, haben sich mit ihrem Anthropozentrismus bequem eingerichtet und sind komplett waterproof gegen jede sich selbst anbietende Kritik an dem Konstrukt ihres menschlichen Ideals, das sich faktisch weder mit einer ansatzweisen heileren Welt noch mit einem environmentalen Verantwortungsbewußtsein in Einklang bringen ließe.

Man stelle sich das vor die Welt sei im harmonischem Einklang wenn der Mensch befunden hat, dass er das edelste alles Geschöpfe sei, weil er durch die Abwertung des Wertes der anderen Lebewesen selbst immer mehr an Eigenwert erlange. Was wäre das für ein fragwürdiger Eigenwert.

Man muss sagen: Wer selbst mit hohen Maßstäben vorgibt zu messen, der muss auch selbst ethischen Bemessungen unterzogen werden können. Dass ein ethisches Kriterium heute die Tierfrage nicht mehr außer acht lassen kann ist klar! Und damit ist auch klar warum es pervers ist ermordete Körper von nichtmenschlichen Tiere mit Musik zu beschallen um sie dann zu verkonsumieren.

Wie kann sich Kreativität mit Veganismus und Tierrechten paaren, und wozu könnte Kreativität in einer ethischen Praxis und Denkweise dienen?

Es ist wichtig Dinge selbst zu gestalten, eigene Gedanken zu entwickeln, Fragen und Thesen zu erdenken und zu durchdenken, wenn man sich mit neuen ethischen Belangen befasst. Veganismus und Tierrechte brauchen eigenes Denken, um an der Phantasie des Invididuums zu wachsen und so den menschlichen Denkraum in Hinsicht auf neue selbst-durchdachte ethische Verständnisse und Einsichten druchzugestalten. Es hat kaum Sinn, weder einer philosophischen Schule/Denkrichtung zu folgen, noch sich eine Dogmatik in der ethischen Praxis zuzulegen.

Das kreatives Denken hat den Vorteil, dass es sich nicht in feste Denkgebäude zwängen lassen muss und Kreativität lässt die Phantasie als Medium zur Kommunikation mit der Außenwelt zu. Ich glaube es wäre daher günstig, wenn man sich mitunter etwas kreativer (als bislang üblich) an das Thema Veganismus und Tierrechte heranwagen würde.

Was den Veganismus betrifft meine ich dabei nicht, dass sich eine Kreativität allein auf das Kochen und das Essen beziehen sollte, (was ja bereits getan wird). Sicher stellen sowohl Kochen als auch Essen bei Veganerinnen und Veganern etwas initial kreatives dar, da es sich bei ihnen um ein „neues Kochen“ und ein „neues Essen“ handelt, und dabei auch nicht zu vergessen um ein „neues Einkaufen“, Stichwort: food justice und locovore … . Nein, ich meine der Veganismus sollte als eine ethische Praxis kreativ ausgestaltet werden. Eine Haltung der vollständigen Umwelt gegenüber, besteht aus vielen Bausteinen im Denken und Handeln.

Was Tierrechte anbetrifft, so wäre die Kritik an einem Kreativitätsmangel die, dass sich viele tierrechtsbewegte Menschen überwiegend auf Dinge wie Flier austeilen und Spenden zurückziehen. Aktionen werden von Vereinen vororganisiert und die effektive Handlung findet nur innerhalb eines gruppendynamisch bestimmten Rahmens statt, und lässt den Einzelnen mit dem Gefühl zurück, „allein geht fast nix“. Nur, im Tierrechtdiskurs spielt die Kommunikation die entscheidende Rolle, in der der individuelle Faktor maßgeblich wird.

Siehe zum Thema „gruppendynamisch vorbestimmtes Handeln“ auch diese interessante Kritik von Dani / Vegan Ideal. ‘Smoke and Mirrors’:
http://theveganideal.blogspot.com/2009/01/smoke-and-mirrors.html

Wie kann man eine ethische Praxis und eine neue ethische Denkweise kreativ ausgestalten? Wo findet heute überhaupt für den „Durchschnittsmenschen“ Kreativität statt? Wo kann man sich kreativ einbringen? Hier zum Beispiel im Internet. So wie ich dies hier gerade tue, aus einem kreativen Kommunikationsbedürfnis heraus. Eine kreative Herangehensweise stellt eine Möglichkeit dar, noch relative ungeordnete Gedanken in die Welt zu bringen, in irgendeiner Form (man bedenke auch: nicht alles braucht überhaupt gezwungenermaßen eine Form, um Sinn zu machen – der Audruck einer Sache steht für sich selbst im extremsten Falle) … Das heißt: Man kann seine Gedanken, seine Meinung sagen, oder man kann etwas bildliches Gestalten, man kann … . oder man könnte. Warum geschieht in der veganen Blogger-Szene das einfach-seine-Gedanken-sagen weniger als Kochrezepte posten? Und warum findet sich Meinung meist nur da, wo sie in der Suche nach einem allgemeinen Konsens meist unterzugehen droht (in veganen Foren z.B. statt dem eigenen veganen Blog)? Hat man überhaupt eine Meinung, die man einfach so ganz allein hin- und aufstellen wollte? Lohnt es sich überhaupt eine eigene Meinung, einen eigenen Gedanken zu kommunizieren?

Ein kreativer Ansatz in bezug auf Tierrechte und Veganismus wäre in einem pädagogischen Sinne mit Sicherheit sinnvoll. Man kann durch eigene Kreativität andere zum kreativen Denken animieren. Die alleinig faktenbezogene Herangehensweise an vegane Themen und Tierrechtsthemen ist wichtig, aber produziert nicht unbedingt ein Empowerment.

Hey da

Ich versuche hier meine Gedanken über Veganismus loszuwerden. Es fällt mir teilweise nicht so ganz leicht, weil man vieles in einer neuen Bewegung neu denken muss. Man kann zwar mit alten Konzepten kommen, und diese einfach durch einiges Neues etwas ausdehnen, aber dann fällt das wirklich Revolutionäre des Neuen einfach flach. Denn das muss in der Tiefe durchdacht werden. Und die Denkmodelle, die wir bislang gedacht haben, lassen keinen wirklichen Raum für den Sprung ins Universum völliger Pluralität.