the vegan Praxis and a herbivore „food for thought“

Warum ich vegan bin und was ich über ein omnivores Essverhalten bei Menschen denke…

Die Gründe für einen omnivoren Menschen omnivor zu sein, können sein: ein Mensch ist, oder er gibt vor, aus traditionell bedingten, religiösen, gewohnheitsmäßigen, ideologischen, philosophischen, sozialen Gründen … von seiner Fleisch-Konsumiererei überzeugt zu sein. Alle seine Gründe hängen in irgendeiner Weise mit einer Sicht über Tiere zusammen, in der nichtmenschliche Tiere eine dem Menschen untergeordnete Rolle spielen, und sie sind für diesen Menschen daher etwas, das er in seinem Denken und Handeln als ein „Essbares“ klassifizieren kann.

Ich bin allerdings auch mit Meinungen konfrontiert gewesen, in denen Tiere zwar als irgendwie wichtig und besonders anerkannt wurden, man sich aber vor dem Außenseitertum fürchtete, dass einem drohte, wenn man sich mit seiner Meinung 1. „outet“ und 2. die praktische Konsequenz aus seiner Erkenntnis zieht und vegan wird. Oder aber, was noch extremer ist, ist eine Furcht vor einem möglichen emotionalen und denkerischen Schock, wenn man erkennen müsste, dass die menschliche Gesellschaft sich so stark auf einer Eigendefinition aufbaut, die ethisch in dem Augenblick unhaltbar würde, in dem man eine ethische Einbindung des „Tierreichs“ und der Welt insgesamt unter neuen Gesichtspunkten angehen würde. Die Angst vor dem Neuen, in so einem Fall, findet sich auch im gegenwärtigen Verständnis über Umweltethik, und sie drückt sich darin aus, dass man den Schutz der Umwelt ausschließlich mit den ethischen Vorteilen begründet, die nicht über den menschlichen Bezugsrahmen hinauslaufen. Man tritt nicht mit einer Postulierung: „das tue ich wegen der Sache an sich“ einfach so, ohne sich auf ein abgesichertes Fundament zu berufen, in ein neues Terrain.

Nun tun Veganer das meist auch nicht, sie begeben sich, aber was die Lebenspraxis anbetrifft, in eine subversive Außenseiterposition innerhalb einer noch omnivor lebenden und orientierten Gesellschaft, indem sie ihre Lebensweise durch die praxisorientierte Art veganer Ethik bestimmen lassen, in der Tiere eine gleichgestellte Rolle wie der Mensch spielen, insofern, dass weder Mensch noch Tier Objekt sein dürfen. Das Problem was hier nur immer wieder hineinhaut, ist der feine Unterschied, den die Biologie, die Philosophie, die Religionen und nicht zuletzt gesellschaftliche Übereinkünfte zwischen Mensch und Tier ins menschliche Denken einzementiert haben. Der Veganismus als eine ethisch praktische Bewegung überspringt alle alten homozentrischen Denkungsarten erstmal, und rückt durch seine fast auschließliche Handlungsoirentiertheit die weiteren Diskussionsebenen über das Mensch-Mensch-Tier-Verhältnis erstmal an den Rand der Praxis. Und man merkt, dass der argumentative Diskurs innerhalb der veganen Bewegung sich auf Tierrdechtstheorien beruft (den Abolutionsimus, den Rights-View, den utilitaristischen Ansatz) die noch eigene Probleme mit einer kompletten Neudefinierung des Tierbegriffes haben.

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