Sollten POC Tierrechte unterstützen

Wie kommt es dazu, dass so wie die Dinge zur Zeit stehen viele POC eher wenig Eingang in die Tierrechts-„Bewegung“ finden können, wollen oder überhaupt sollten. Jeder Mensch kann seine eigene kritische Herangehensweise an das Thema Mensch-Tier Beziehung finden … .

Should People of Color Support Animal Rights? Angela P. Harris http://bit.ly/1sBOLl , pdf download http://bit.ly/7E6i8 #animalrights

Ein interessanter Text der sich nicht nur unter der Einbeziehung einer Perspektive auf das Thema konzentriert. Besonders gut ist der Ansatz, dass das Thema Tierrechte nicht weniger wichtig ist als „der eigene Belang“, die eigenen Probleme sprich: Menschenrechte. Und das, weil die Ursachen von Unterdrückung und Gewalt gleicher Herkunft sind. Auch wird in dem Artikel betont, dass die heute prävalierende Konzeption über „Natur“ eher „weißen“ Epistomologien entspicht.

I am vegan and I am for world peace, you think my aims are a „myth“?

Meine Reaktionen und Gedanken zu dem stark nach links driftenden Buch: The Vegetarian Myth von Lierre Keith ( http://www.lierrekeith.com ) . Traurig, dass die AK Press der Tierrechtsszene mit der Unterstützung solch einer Publikation mehr oder weniger in den Rücken fällt.

Für mich sieht die Sache so aus: die Welt existiert nicht einfach um dem Menschen zu nützen, sondern die Welt ist genauso wie sie für uns Heimat ist auch die Heimat für diejenigen nichtmenschlichen Tiere, die wir auf die Bezeichnung „Vieh“/“Nutzvieh“ reduzieren. Wenn, wie in solch einem Buch, der Fokussierpunkt allein auf das Interesse von Menschen gerichtet ist, fallen Interessen nichtmenschlicher Tiere unter den Tisch.

Aber Menschen können sich den ethischen Implikationen des gemeinsamen Lebens mit den anderen fühlenden Lebewesen auf dieser Welt nicht konsequenzlos entziehen. Der verengenge Fokus auf menschliches Interesse allein, ist vom moralischen und ethischen Gesichtspunkt nicht komplett wasserdicht, denn das Mensch-Tier-Kontinuum ist im Sinne der bewußten emotionalen Bezugnahme aufeinander nicht rückstandlos auf allen Ebenen zu brechen.

Wenn jemand eine völlige Ablehnung oder Negierung der Interessen nichtmenschlicher Tiere betreibt, kann man dagegen leider wenig unternehmen. Jeder kann immer wieder hervorheben, was er oder sie meint, was vermeintlich besser für uns Menschen (als Kollektiv) wäre. Fällt dies zu unginsten der nichtmenschlichen Tiere aus, kann man einwenden, dass die Frage der Tierrechte dennoch nicht von unserer ethischen Debatte ausgeschlossen werden kann.

Ich finde es liegt nicht an uns, uns (bis zum Exzess) mit einer anti-veganen Perspektive zu befassen, wie manche dass angesichts solcher Veröffentlichungen wie dem Vegetarian Myth fordern, sondern eine anti-vegane Person sollte sich mal mit den Aspekten der ethischen Hintergründe des Veganismus auseinandersetzten. Der Veganismus begründet sich aus der Auffassung, dass der Tierfrage gegenüber eine ethisch motivierete Haltung begründet ist.

Ich würde den Proponenten einer anti-veganen Haltung einleitend dieses Buch empfehlen: Taking Animals Seriously: Mental Life and Moral Status von David DeGrazia, in dem man viel über die grundlegende moralische Argumentation für und gegen Tierrechte lesen kann, hier ist eine Buchbesprechung http://www.hedweb.com/animals/degrazia.htm und hier kann man sich das Buch bei Google auszugsweise anschauen http://tinyurl.com/r3pq6h.

Warum sollte die rechnerische Funktion in den Dingen moralischer Fragen die nichtmenschliche Tiere, die Natur und die Menschen belangen, fehlerhaft „gelöst“ weden? Meiner Meinung nach endet mein ethischer Belang nicht an der Speziesbarriere.

Axel K. hat in dem Zusammenhang auch noch eine wie ich meine allgemeingütlige Perspektive festgehalten:

Wenn hier über einen „Vegetarischen Mythos“ diskutiert wird, wie der Titel des Buches es ankündigzt, was ist wenn wir einen Blick auf die Geschichte des Vegetarismus werfen?

Pythogoras betrieb eine Schule, in der die Schüler eine vegetarische Lebesnweise annehmen sollten. Könnte man davon ausgehen, dass solch ein Projekt irgendwie dazu begetragen hätte, dass der Gang der Dinge in Sachen Agrarkultur derart problematische Wege eingeschlagen hat?

Was ist mit der Geschichte des Vegetarismus in Teilen der indischen Kulturgeschichte? Führt ihre Geschichte unweigerlich zu Monsanto?

Man sollte sich die Geschichte des Vegetarimsus kompromisslos vor Augen halten und das von der Autorin gefällte Urteil, dass Vegetarismus ein naiver Mythos in der Lebenspraxis sei, kritisch überdenken http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_vegetarianism.

Die Konzepte des Veganismus / strikten Vegetarismus  können auf komplementäre Weise mit alternativen Anbauweisen zusammengehen. Eine Interessante Seite ist z.B. http://www.spiralseed.co.uk/veganperm/.

Faszinierend und inspirierend ist auch  sich anzusehen, wie die Menschen in der frühen Geschichte ihre Äcker bestellten. Man werfe einen Blick auf die Bewässerungmethoden der alten Ägypter … https://www.geology.ucdavis.edu/~cowen/~gel115/115CH17oldirrigation.html.

Es ist unrealistisch zu glauben, dass Menschen jemals ohne den Anbau von Getreide, Reis, Mais, den ‚staple crops‘, von Gemüse und Früchten jemals existieren könnten.

Ich selbst kann mir keinen eigenen Garten leisten, wie soll jeder auf der Welt wie ein „Jäger und Sammler“ leben (bei mir stehen kaum 5 Bäume in der Straße) …  Realistischer ist die Vision eines zunehmenden ethischen Bewusstseins für die Umwelt, solch eine Vision wird automatisch zu neuen und anderen ökonomischen Praktiken führen. Ich würde eher ein Buch über die Zukunft des Veganismus lesen.

Mohandas Karamchand Gandhi hat einige Punkte gemacht für eine Zukunft eines Weltfriedens den wir mit Sicherheit alle anstreben sollten.

Liberation

Man wundert sich. Aber es scheint einigen vermeintlich progressiven Tierrechtlern immer noch nicht in den Kopf gegangen zu sein, dass Charles Darwin das Leben auf ein biologisches Leben reduziert, indem es um das Überleben und die natürliche Selektion geht. Das heißt mit anderen Worten, was nichtmenschliche Tiere anbetrifft, sie leben im Sinne des evolutionären Existenzschemas nicht aus anderen, den Tier-Kulturen inhärenten Gründen. Darwin war kein insgeheimer Proponent von dem was sich später mal zu Tierrechten hätte entwickeln können. Die Tierrechtler, indem sie sich immer wieder gerne auf Darwins Thesen berufen, kommen selbst nicht zur einer tatsächlich befreienden Einsicht über Tiere und das Mensch-Tier Verhältnis.

Die Abrahamitischen Religionen und die meisten Religionen überhaupt haben dem Menschen ein trügerisches Podest über dem Fremden und den Tieren und der Natur errichtet. Weiter zurückliedend, die Wiege unserer Zivilisationen, die griechische und die römische Antike, legte den Grundstein für den homozentrischen Speziesismus.

Nun, Charles Darwin hat mit seiner naturwissenschafltichen Einsicht über das evolutionäre Seinskontinuum keinen ethischen Schritt mit einer politischen Konsequenz in Hinsicht auf das Tierreich bewältigt. Er hat lediglich die Welt des Schöpfergottes ausgetauscht mit dem prozesshaften Diktat des Kausalismus der Biologie.

The ideology of creating the „edible carcass“

Die absolute Perversion.

Die Bio-Branche schafft es, dank offensichtlicher Geschäftsgier (wie durch solch einen Publicity Stunt sichtbar wird) und mangels eigener Kritikfähigkeit, den Normalverbraucherbetrieb an ethischer Perversion zu überbieten. Wie, wer und was?

Die anthroposophisch geführte Stiftung/Firma Tegut:

Tegut beschallt Wurst mit klassischer Musik

http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC/Doc~EC58830ADA2374BAAAC55A6D1F0EBC571~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed

Ein bisschen Klassik für die Blutwurst

http://www.welt.de/wissenschaft/article2398897/Ein-bisschen-Klassik-fuer-die-Blutwurst.html

Was ist „Fleisch“ und was ist „Wurst“? Fleisch ist kein Lebensmittel, sondern „Fleisch“ ist toter Körper. Die Anrthroposophen, die das halbe Universum zu verseelen versuchen, haben sich mit ihrem Anthropozentrismus bequem eingerichtet und sind komplett waterproof gegen jede sich selbst anbietende Kritik an dem Konstrukt ihres menschlichen Ideals, das sich faktisch weder mit einer ansatzweisen heileren Welt noch mit einem environmentalen Verantwortungsbewußtsein in Einklang bringen ließe.

Man stelle sich das vor die Welt sei im harmonischem Einklang wenn der Mensch befunden hat, dass er das edelste alles Geschöpfe sei, weil er durch die Abwertung des Wertes der anderen Lebewesen selbst immer mehr an Eigenwert erlange. Was wäre das für ein fragwürdiger Eigenwert.

Man muss sagen: Wer selbst mit hohen Maßstäben vorgibt zu messen, der muss auch selbst ethischen Bemessungen unterzogen werden können. Dass ein ethisches Kriterium heute die Tierfrage nicht mehr außer acht lassen kann ist klar! Und damit ist auch klar warum es pervers ist ermordete Körper von nichtmenschlichen Tiere mit Musik zu beschallen um sie dann zu verkonsumieren.

Am I a creative vegan AnimalRightsPerson

Wie kann sich Kreativität mit Veganismus und Tierrechten paaren, und wozu könnte Kreativität in einer ethischen Praxis und Denkweise dienen?

Es ist wichtig Dinge selbst zu gestalten, eigene Gedanken zu entwickeln, Fragen und Thesen zu erdenken und zu durchdenken, wenn man sich mit neuen ethischen Belangen befasst. Veganismus und Tierrechte brauchen eigenes Denken, um an der Phantasie des Invididuums zu wachsen und so den menschlichen Denkraum in Hinsicht auf neue selbst-durchdachte ethische Verständnisse und Einsichten druchzugestalten. Es hat kaum Sinn, weder einer philosophischen Schule/Denkrichtung zu folgen, noch sich eine Dogmatik in der ethischen Praxis zuzulegen.

Das kreatives Denken hat den Vorteil, dass es sich nicht in feste Denkgebäude zwängen lassen muss und Kreativität lässt die Phantasie als Medium zur Kommunikation mit der Außenwelt zu. Ich glaube es wäre daher günstig, wenn man sich mitunter etwas kreativer (als bislang üblich) an das Thema Veganismus und Tierrechte heranwagen würde.

Was den Veganismus betrifft meine ich dabei nicht, dass sich eine Kreativität allein auf das Kochen und das Essen beziehen sollte, (was ja bereits getan wird). Sicher stellen sowohl Kochen als auch Essen bei Veganerinnen und Veganern etwas initial kreatives dar, da es sich bei ihnen um ein „neues Kochen“ und ein „neues Essen“ handelt, und dabei auch nicht zu vergessen um ein „neues Einkaufen“, Stichwort: food justice und locovore … . Nein, ich meine der Veganismus sollte als eine ethische Praxis kreativ ausgestaltet werden. Eine Haltung der vollständigen Umwelt gegenüber, besteht aus vielen Bausteinen im Denken und Handeln.

Was Tierrechte anbetrifft, so wäre die Kritik an einem Kreativitätsmangel die, dass sich viele tierrechtsbewegte Menschen überwiegend auf Dinge wie Flier austeilen und Spenden zurückziehen. Aktionen werden von Vereinen vororganisiert und die effektive Handlung findet nur innerhalb eines gruppendynamisch bestimmten Rahmens statt, und lässt den Einzelnen mit dem Gefühl zurück, „allein geht fast nix“. Nur, im Tierrechtdiskurs spielt die Kommunikation die entscheidende Rolle, in der der individuelle Faktor maßgeblich wird.

Siehe zum Thema „gruppendynamisch vorbestimmtes Handeln“ auch diese interessante Kritik von Dani / Vegan Ideal. ‚Smoke and Mirrors‘:
http://theveganideal.blogspot.com/2009/01/smoke-and-mirrors.html

Wie kann man eine ethische Praxis und eine neue ethische Denkweise kreativ ausgestalten? Wo findet heute überhaupt für den „Durchschnittsmenschen“ Kreativität statt? Wo kann man sich kreativ einbringen? Hier zum Beispiel im Internet. So wie ich dies hier gerade tue, aus einem kreativen Kommunikationsbedürfnis heraus. Eine kreative Herangehensweise stellt eine Möglichkeit dar, noch relative ungeordnete Gedanken in die Welt zu bringen, in irgendeiner Form (man bedenke auch: nicht alles braucht überhaupt gezwungenermaßen eine Form, um Sinn zu machen – der Audruck einer Sache steht für sich selbst im extremsten Falle) … Das heißt: Man kann seine Gedanken, seine Meinung sagen, oder man kann etwas bildliches Gestalten, man kann … . oder man könnte. Warum geschieht in der veganen Blogger-Szene das einfach-seine-Gedanken-sagen weniger als Kochrezepte posten? Und warum findet sich Meinung meist nur da, wo sie in der Suche nach einem allgemeinen Konsens meist unterzugehen droht (in veganen Foren z.B. statt dem eigenen veganen Blog)? Hat man überhaupt eine Meinung, die man einfach so ganz allein hin- und aufstellen wollte? Lohnt es sich überhaupt eine eigene Meinung, einen eigenen Gedanken zu kommunizieren?

Ein kreativer Ansatz in bezug auf Tierrechte und Veganismus wäre in einem pädagogischen Sinne mit Sicherheit sinnvoll. Man kann durch eigene Kreativität andere zum kreativen Denken animieren. Die alleinig faktenbezogene Herangehensweise an vegane Themen und Tierrechtsthemen ist wichtig, aber produziert nicht unbedingt ein Empowerment.

Why veganism is or should be all-inclusive and multi-issued from all angles

Warum Veganismus all-inclusive und sowieso „multi-issued“ ist

Es bringt wohl kaum etwas als vegane Person den Konflikt zwischen Menschen in der Weise in den Vordergrund zu spielen, dass er zu etwas Unlösbarem wird. Veganismus ist ein konkreter und konstruktiver Ansatz die Dinge auf der Welt positiv mitzubeeinflussen, die an der Grenze des Menschseins liegen und die die Berührung vom Menschen mit seiner naturhaften Umwelt anbelangen. In diesem erweiterten Kontext würde das alleinige fokussieren auf den inner-menschlichen Konflikt als etwas Unlösbarem bedeuten, dass anderen Belangen (die über den Menschseins-Bezug hinausgehen) keine Priorität eingeräumt werden könnte, einfach weil die Lösungsfindungen immer von einem gemeinsamen Handeln der Menschen abhängig bleiben werden.

Will man die Ursachen des destruktiven Verhältnisses der Menschen zur naturhaften Welt klären, müssen die Probleme, die das Menschsein untereinander anbelangen in umfassenderen Herangehensweisen thematisiert werden. (Das heißt das Mensch-zu-Mensch-Sein korreliert mit der Erscheinungswelt der natürlichen Umwelt und ergibt ein trangulierbares Wertverhältnis.) Der Bezug den Menschen zu ihrer Umwelt einnehmen, ist an den Bezug gekoppelt, den ein Mensch zu anderen Menschen einnimmt, da das eigene Verständnis des Menschseins, innerhalb einer Kultur und in einer Gesellschaft, überhaupt maßgeblich die Sicht auf die Welt als ganzes bestimmt.

Was allerdings eine Gefahr ist, bei allem guten Willen alternative Wege als Mensch zu beschreiten, die sich besser mit der natürlichen und der tierischen Umwelt vertragen können, ist es, zu übersehen wo bereits bestehende innermenschliche Konflikt noch ein gemeinsames Hemmnis bilden in einer Suche nach umfassenderen Lösungen. Herrschende Mißstände sollten gemeinsam und zugleich gelöst werden, da Ursachen beider Problemfelder: das des Mensch-Mensch Verhältnisses und das des Verhältnisses des Menschen zu seiner Umwelt, an gesellschaftliche und politsche Probleme gebunden sind.

the vegan Praxis and a herbivore „food for thought“

Warum ich vegan bin und was ich über ein omnivores Essverhalten bei Menschen denke…

Die Gründe für einen omnivoren Menschen omnivor zu sein, können sein: ein Mensch ist, oder er gibt vor, aus traditionell bedingten, religiösen, gewohnheitsmäßigen, ideologischen, philosophischen, sozialen Gründen … von seiner Fleisch-Konsumiererei überzeugt zu sein. Alle seine Gründe hängen in irgendeiner Weise mit einer Sicht über Tiere zusammen, in der nichtmenschliche Tiere eine dem Menschen untergeordnete Rolle spielen, und sie sind für diesen Menschen daher etwas, das er in seinem Denken und Handeln als ein „Essbares“ klassifizieren kann.

Ich bin allerdings auch mit Meinungen konfrontiert gewesen, in denen Tiere zwar als irgendwie wichtig und besonders anerkannt wurden, man sich aber vor dem Außenseitertum fürchtete, dass einem drohte, wenn man sich mit seiner Meinung 1. „outet“ und 2. die praktische Konsequenz aus seiner Erkenntnis zieht und vegan wird. Oder aber, was noch extremer ist, ist eine Furcht vor einem möglichen emotionalen und denkerischen Schock, wenn man erkennen müsste, dass die menschliche Gesellschaft sich so stark auf einer Eigendefinition aufbaut, die ethisch in dem Augenblick unhaltbar würde, in dem man eine ethische Einbindung des „Tierreichs“ und der Welt insgesamt unter neuen Gesichtspunkten angehen würde. Die Angst vor dem Neuen, in so einem Fall, findet sich auch im gegenwärtigen Verständnis über Umweltethik, und sie drückt sich darin aus, dass man den Schutz der Umwelt ausschließlich mit den ethischen Vorteilen begründet, die nicht über den menschlichen Bezugsrahmen hinauslaufen. Man tritt nicht mit einer Postulierung: „das tue ich wegen der Sache an sich“ einfach so, ohne sich auf ein abgesichertes Fundament zu berufen, in ein neues Terrain.

Nun tun Veganer das meist auch nicht, sie begeben sich, aber was die Lebenspraxis anbetrifft, in eine subversive Außenseiterposition innerhalb einer noch omnivor lebenden und orientierten Gesellschaft, indem sie ihre Lebensweise durch die praxisorientierte Art veganer Ethik bestimmen lassen, in der Tiere eine gleichgestellte Rolle wie der Mensch spielen, insofern, dass weder Mensch noch Tier Objekt sein dürfen. Das Problem was hier nur immer wieder hineinhaut, ist der feine Unterschied, den die Biologie, die Philosophie, die Religionen und nicht zuletzt gesellschaftliche Übereinkünfte zwischen Mensch und Tier ins menschliche Denken einzementiert haben. Der Veganismus als eine ethisch praktische Bewegung überspringt alle alten homozentrischen Denkungsarten erstmal, und rückt durch seine fast auschließliche Handlungsoirentiertheit die weiteren Diskussionsebenen über das Mensch-Mensch-Tier-Verhältnis erstmal an den Rand der Praxis. Und man merkt, dass der argumentative Diskurs innerhalb der veganen Bewegung sich auf Tierrdechtstheorien beruft (den Abolutionsimus, den Rights-View, den utilitaristischen Ansatz) die noch eigene Probleme mit einer kompletten Neudefinierung des Tierbegriffes haben.