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Am I a creative vegan AnimalRightsPerson

Wie kann sich Kreativität mit Veganismus und Tierrechten paaren, und wozu könnte Kreativität in einer ethischen Praxis und Denkweise dienen?

Es ist wichtig Dinge selbst zu gestalten, eigene Gedanken zu entwickeln, Fragen und Thesen zu erdenken und zu durchdenken, wenn man sich mit neuen ethischen Belangen befasst. Veganismus und Tierrechte brauchen eigenes Denken, um an der Phantasie des Invididuums zu wachsen und so den menschlichen Denkraum in Hinsicht auf neue selbst-durchdachte ethische Verständnisse und Einsichten druchzugestalten. Es hat kaum Sinn, weder einer philosophischen Schule/Denkrichtung zu folgen, noch sich eine Dogmatik in der ethischen Praxis zuzulegen.

Das kreatives Denken hat den Vorteil, dass es sich nicht in feste Denkgebäude zwängen lassen muss und Kreativität lässt die Phantasie als Medium zur Kommunikation mit der Außenwelt zu. Ich glaube es wäre daher günstig, wenn man sich mitunter etwas kreativer (als bislang üblich) an das Thema Veganismus und Tierrechte heranwagen würde.

Was den Veganismus betrifft meine ich dabei nicht, dass sich eine Kreativität allein auf das Kochen und das Essen beziehen sollte, (was ja bereits getan wird). Sicher stellen sowohl Kochen als auch Essen bei Veganerinnen und Veganern etwas initial kreatives dar, da es sich bei ihnen um ein „neues Kochen“ und ein „neues Essen“ handelt, und dabei auch nicht zu vergessen um ein „neues Einkaufen“, Stichwort: food justice und locovore … . Nein, ich meine der Veganismus sollte als eine ethische Praxis kreativ ausgestaltet werden. Eine Haltung der vollständigen Umwelt gegenüber, besteht aus vielen Bausteinen im Denken und Handeln.

Was Tierrechte anbetrifft, so wäre die Kritik an einem Kreativitätsmangel die, dass sich viele tierrechtsbewegte Menschen überwiegend auf Dinge wie Flier austeilen und Spenden zurückziehen. Aktionen werden von Vereinen vororganisiert und die effektive Handlung findet nur innerhalb eines gruppendynamisch bestimmten Rahmens statt, und lässt den Einzelnen mit dem Gefühl zurück, „allein geht fast nix“. Nur, im Tierrechtdiskurs spielt die Kommunikation die entscheidende Rolle, in der der individuelle Faktor maßgeblich wird.

Siehe zum Thema „gruppendynamisch vorbestimmtes Handeln“ auch diese interessante Kritik von Dani / Vegan Ideal. ‚Smoke and Mirrors‘:
http://theveganideal.blogspot.com/2009/01/smoke-and-mirrors.html

Wie kann man eine ethische Praxis und eine neue ethische Denkweise kreativ ausgestalten? Wo findet heute überhaupt für den „Durchschnittsmenschen“ Kreativität statt? Wo kann man sich kreativ einbringen? Hier zum Beispiel im Internet. So wie ich dies hier gerade tue, aus einem kreativen Kommunikationsbedürfnis heraus. Eine kreative Herangehensweise stellt eine Möglichkeit dar, noch relative ungeordnete Gedanken in die Welt zu bringen, in irgendeiner Form (man bedenke auch: nicht alles braucht überhaupt gezwungenermaßen eine Form, um Sinn zu machen – der Audruck einer Sache steht für sich selbst im extremsten Falle) … Das heißt: Man kann seine Gedanken, seine Meinung sagen, oder man kann etwas bildliches Gestalten, man kann … . oder man könnte. Warum geschieht in der veganen Blogger-Szene das einfach-seine-Gedanken-sagen weniger als Kochrezepte posten? Und warum findet sich Meinung meist nur da, wo sie in der Suche nach einem allgemeinen Konsens meist unterzugehen droht (in veganen Foren z.B. statt dem eigenen veganen Blog)? Hat man überhaupt eine Meinung, die man einfach so ganz allein hin- und aufstellen wollte? Lohnt es sich überhaupt eine eigene Meinung, einen eigenen Gedanken zu kommunizieren?

Ein kreativer Ansatz in bezug auf Tierrechte und Veganismus wäre in einem pädagogischen Sinne mit Sicherheit sinnvoll. Man kann durch eigene Kreativität andere zum kreativen Denken animieren. Die alleinig faktenbezogene Herangehensweise an vegane Themen und Tierrechtsthemen ist wichtig, aber produziert nicht unbedingt ein Empowerment.