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Vegan, gay, lgbt, and noncynical

Mal wieder drückt der Schuh. Es ist interssant, unsere eigene Generation ist die, mit der wir politisch am meisten im argen liegen als Veganer_Innen, wenn wir uns solche Kristalinfälle … wie den von Herrn Michael Gumnor aus Düsseldorf ansehen http://www.veganpartei.de/, https://plus.google.com/communities/106170334857633724405 usw.

Wir bezeugen die gleiche globale Misäre. Uns stehen die gleichen Informationen zur Verfügung, aber unsrre politischen, sozialen und kulturellen Interessen sind ganz realistisch betrachtet wirklich unvereinbar. Der Typ aus Düsseldorf ist für mich genau einer dieser Zeitgeistentlaufenen, die permanent das immer wieder versuchen zu dekonstruieren, was der progressive Arm unserer Generation bemüht ist aufzubauen.

Der Mensch will als Künstler, so ganz zeitgemäß zynisch, unbedingt Aufmerksamkeit damit einsacken, dass er den Veganismus als etwas reaktionär-lächerliches und graswurzel-politisch sinnentleertes erscheinen lassen möchte. Er gibt sich als ethisch und politisch vegan ausgerichtet aus, und verbreitet unter diesem Avatar antivegane Stimmung.

Er versucht ein Bild von Veganer_Innen abzugeben, das Speziesisten entgegenkommt, indem es Inhalte als absurd tokenisiert, ein stereotypisierendes Bild das diffamierend sind will „Schwule werden hier zu Heteros therapiert; Bisexuelle geheilt„.

Au Weiha! Diese Veganer_In:

scheint an der Zweifelhaftigkheit zum Zeitpunkt ihres Tweets noch irgendwelche Zweifel gehabt zu haben, was verwunderlich ist. Die meisten Veganer_Innen ignorieren die ganze Sache, aber ich weiß nicht, ob das die klügste Reaktion ist. Der Punkt ist nämlich, das sich in solchen ‚Aktionen‘ wirklich etwas ablesen lässt, das nicht minder schlimm ist als Homophobie. Ich selbst bin homosexuell und vegan, und ich frage mich, was solch eine Sch… soll!