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Lessons in Speciesism, taking a class in animal protection

FIRST OF ALL, THE TERM „INTELLIGENCE“ IS SERIOUSLY ANTHROPOCENTRIC IN ITSELF.

Tierschutzunterricht ist nicht „ich klär Euch über Anthropozentrismus auf und wie er funktioniert“-Unterricht, ja leider.

Nein, ich finde es nicht so gut, wenn ein Gegenmittel und Gegenmaßnahmen genau das befördern, was sie eigentlich abschaffen wollen. Und zwar ist genau das häufiger der Fall beim Tierschutz im Unterricht.

Man würde erwarten, dass so ein Unterricht gegen Speziesismus argumentiert, und dass Kinder und Jugendliche, die sich schon privat mit Tieren und Tierrechten oder ihrer eigenen Tierliebe befasst haben, mit so einem Unterricht gut aufgehoben sind und nicht zum Schluss noch als Fremdkörper auftreten oder sich fühlen müssen, wenn der Tierschutzlehrer sagt:

Wenn Du meinst das wäre schlau mit uns hier darüber streiten zu wollen, wie oder ob Tiere intelligent sind, und dann noch „anders“ intelligent als wir Menschen, und Du auch noch behauptest, dass auch deren Intelligenz in ihrer ‚eigenen Bedeutung‘ genauso wichtig ist wie unsere Intelligenz, dann bist Du an der falschen Adresse. Mit Deinen blöden Einwänden schadest Du dem Tierschutz und den Tierrechten, denn wir Experten wissen ja viel besser, was man über Tiere zu denken hat und was hilft um Tieren zu helfen!

Ok, das war jetzt eindeutig reine Fiktion, doch will ich damit ein Szenario beschreiben, das gewissermaßen stattfinden könnte, wenn sich der Tierrechtsgedanke als eine ethische Selbsverständlichkeit weiter durchsetzen kann und die Didaktik weiterhin dem was gedacht und gefühlt wird über Tiere hinterherhinkt. Dann würde es für solch einen Tierschutzlehrer oder eine Tierschutzlehrerin eben peinlich werden, denn, dann kommt dann nicht mehr so gut wenn einer meinst es reicht den Standpunkt zu vertreten: Ein Tier sei weniger intelligent als ein Mensch, aber wir alle teilen doch das Interesse daran, keine Schmerzen erleiden zu müssen, usw. usf. Das reicht nicht.

Liberation

Man wundert sich. Aber es scheint einigen vermeintlich progressiven Tierrechtlern immer noch nicht in den Kopf gegangen zu sein, dass Charles Darwin das Leben auf ein biologisches Leben reduziert, indem es um das Überleben und die natürliche Selektion geht. Das heißt mit anderen Worten, was nichtmenschliche Tiere anbetrifft, sie leben im Sinne des evolutionären Existenzschemas nicht aus anderen, den Tier-Kulturen inhärenten Gründen. Darwin war kein insgeheimer Proponent von dem was sich später mal zu Tierrechten hätte entwickeln können. Die Tierrechtler, indem sie sich immer wieder gerne auf Darwins Thesen berufen, kommen selbst nicht zur einer tatsächlich befreienden Einsicht über Tiere und das Mensch-Tier Verhältnis.

Die Abrahamitischen Religionen und die meisten Religionen überhaupt haben dem Menschen ein trügerisches Podest über dem Fremden und den Tieren und der Natur errichtet. Weiter zurückliedend, die Wiege unserer Zivilisationen, die griechische und die römische Antike, legte den Grundstein für den homozentrischen Speziesismus.

Nun, Charles Darwin hat mit seiner naturwissenschafltichen Einsicht über das evolutionäre Seinskontinuum keinen ethischen Schritt mit einer politischen Konsequenz in Hinsicht auf das Tierreich bewältigt. Er hat lediglich die Welt des Schöpfergottes ausgetauscht mit dem prozesshaften Diktat des Kausalismus der Biologie.

The ideology of creating the „edible carcass“

Die absolute Perversion.

Die Bio-Branche schafft es, dank offensichtlicher Geschäftsgier (wie durch solch einen Publicity Stunt sichtbar wird) und mangels eigener Kritikfähigkeit, den Normalverbraucherbetrieb an ethischer Perversion zu überbieten. Wie, wer und was?

Die anthroposophisch geführte Stiftung/Firma Tegut:

Tegut beschallt Wurst mit klassischer Musik

http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC/Doc~EC58830ADA2374BAAAC55A6D1F0EBC571~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed

Ein bisschen Klassik für die Blutwurst

http://www.welt.de/wissenschaft/article2398897/Ein-bisschen-Klassik-fuer-die-Blutwurst.html

Was ist „Fleisch“ und was ist „Wurst“? Fleisch ist kein Lebensmittel, sondern „Fleisch“ ist toter Körper. Die Anrthroposophen, die das halbe Universum zu verseelen versuchen, haben sich mit ihrem Anthropozentrismus bequem eingerichtet und sind komplett waterproof gegen jede sich selbst anbietende Kritik an dem Konstrukt ihres menschlichen Ideals, das sich faktisch weder mit einer ansatzweisen heileren Welt noch mit einem environmentalen Verantwortungsbewußtsein in Einklang bringen ließe.

Man stelle sich das vor die Welt sei im harmonischem Einklang wenn der Mensch befunden hat, dass er das edelste alles Geschöpfe sei, weil er durch die Abwertung des Wertes der anderen Lebewesen selbst immer mehr an Eigenwert erlange. Was wäre das für ein fragwürdiger Eigenwert.

Man muss sagen: Wer selbst mit hohen Maßstäben vorgibt zu messen, der muss auch selbst ethischen Bemessungen unterzogen werden können. Dass ein ethisches Kriterium heute die Tierfrage nicht mehr außer acht lassen kann ist klar! Und damit ist auch klar warum es pervers ist ermordete Körper von nichtmenschlichen Tiere mit Musik zu beschallen um sie dann zu verkonsumieren.